Furtwanger Fakultät Informatik stockt auf
Wie werden die Studiengebühren verwendet
Seit 2007 müssen Studierende tiefer in die Tasche greifen und so fragt sich mancher zu Recht, was dadurch besser geworden ist. An der Fakultät Informatik der Hochschule Furtwangen sieht man deutlich, wie die Geldspritze zu der Erhöhung der Ausbildungsqualität beigetragen hat.
Auf den ersten Blick bemerkt der Besucher das neue Mobiliar in den Laboren. Kabelsalat ist Vergangenheit. Statt herkömmlicher PCs ducken sich kleine Thin-Clients hinter den Flachbildschirmen, die wahlweise mit Windows oder Linux betrieben werden können. Die Intelligenz der Maschinen wurde in einen zentralen Serverraum verlagert, der das Herz der Fakultät Informatik bildet. Die Servertürme, die früher in unterschiedlichen Laboren verstreut waren, „wohnen“ jetzt zusammen in diesem klimatisierten Raum. Dazu kam noch ein neuer, 50 000 Euro schwerer Turm, vollgestopft mit modernster Technologie.

Servertürme
Zwei Racks bieten Platz für 16 Blades – PCs in Einschubform, die nicht größer sind als ein dickes Buch. Vier Blades sind schon im Betrieb, jedes ausgestattet mit zwei Xeon Quad Cores mit 1,86 MHz und 16 GByte Arbeitsspeicher, Ethernet und 4GB-Fibre-Channel-Schnittstellen. Auf zwei der Blades ist VMware ESX installiert, eine auf Linux basierende Software zur Virtualiserung von Serversystemen. Damit sind zur Installation von ungefähr 40 PCs keine Blechkisten mehr notwendig, die früher auf oder unter den Tischen standen. Ein einziges Blade kann diese ganze Arbeit übernehmen. Über den Blades sieht man die MSA - eine schmale Kontrolleinheit, und in den zwei obersten Etagen sind Plattenshelfs untergebracht – Speichermedien mit großer Ausfallsicherheit. Mit dieser Ausrüstung hat das technische Hinterland der Fakultät Informatik die Größe eines Rechenzentrums erreicht. Das betrifft sowohl die verfügbare Hardware, als auch die angebotenen Services.

Blades: solch ein Gerät ersetzt die Hardware
Mit dieser Aufrüstung verfolgt die Fakultät Informatik die aktuellen Trends in der Industrie. Dort vermindert nämlich die Virtualisierung den administrativen Aufwand erheblich. Durch die Anpassung der Laborausstattung an den neuesten Stand der Technik ist die Fakultät Informatik bestens darauf vorbereitet, ihre Studierenden in den modernsten Technologien praxisnah auszubilden.